Hi,

team babell startet zur letzten Etappe.
Wenn ihr Wissen wollt wie es uns ergeht.

Positions Report Amateurfunk

Positions Report Satelit   Minuten genaue Position der Babell und direkter kontakt zu uns // Passwort auf Nachfrage an dl2tba(AT)winlink.org

grüße

euer team babella

 

… nach langer Zeit mal wieder Neues von der BABELLA:

1.       Kapitel:    Von Martinique bis Puerto Rico (06.01. bis 14.03.2014)

In Martinique kurz nach dem letzten Eintrag stellte sich für Schorsch das Dilemma:

Weitersegeln oder nach Hause fahren – auf beiden Seiten des Atlantiks fühlte er sich persönlich verpflichtet.

Nach einer ausgiebigen Familiendiskussion in der wir gemeinsam die verschiedenen Optionen durchspielten wurde entschieden: Schorsch steigt mit Rina in den Flieger, Judith begleitet Joe bis Puerto Rico, Rina und Joe machen Landurlaub in Kuba und für die Rückreise suchen wir Crew für jeweils eine Etappe (Puerto Rico – Bermuda – Azoren – Lemmer).

Die Kids wollten recht schnell weiter, so dass wir in Dominica nur für eine Nacht vor Anker gingen und direkt weiter zu den Iles des Saintes machten. Dort verbrachten wir 2 schöne Tage mit schnorcheln, schwimmen und Landgängen. In der Marina von Porte au Prince auf Guadeloupe haben wir dann Flüge umgebucht, Babella gecheckt und gebunkert, eine Bleibe für Rina und Schorsch gefunden. Am 10.01.2014 abends Abschiedsessen in der Hafenpizzeria und Umzug ins Hotel.

Die Eltern haben noch eine gute Woche Landurlaub genossen: Insel im Auto erkundet, gewandert, geschnorchelt, in der Hängematte gelesen, gut gegessen und klar den ein oder anderen Ti-Punsch getrunken …

Die Kinder sind ziemlich flott über Antigua, dann in einem Schlag zu den British Virgin Islands gesegelt und am 26.01.2014 nach einem letzten Schlag in den Süden von Puerto Rico (gemeinsam mit Ricci aus San Juan) in der Bahia de Ricon (Salinas) angekommen. Dort hatte Ricci bei einem Freund eine kostenlose Mooring organisiert an der Babella bis zum 14.04.2014 liegen blieb.

Schorsch erledigte hier noch mit Jetlag den Umzug von Judith’s Einzimmerapartment. Braucht man da wirklich 10 Umzugskisten und noch einen Berg IKEA Tüten? Ja!! Und vor allem einen guten Freund mit Zeit & Nerven & einem noch größeren Kombi. Danke an Achim J

Dann hatte er zunächst mal ein bisschen Zeit. Gut für Rina die endlich mal wieder bekocht wurde YYY

Außerdem hat er sich durch alle liegengebliebenen Papiere der letzten Monate gearbeitet, endlich mal Bilder in unserem Haus aufgehängt, alle Organisationsaufträge für die Kubareise erledigt und, und, und …

Judith musste nach ihrer Rückkehr Anfang Februar direkt wieder mit der Uni loslegen, ihr Zimmer stand voller Kartons und musste noch gestrichen werden. Am ersten Wochenende haben wir ihr dann geholfen einzuräumen, noch mehr Möbel in diesem gelb-blauen Laden gekauft …

Joe ist in Puerto Rico ständig fremd gegangen oder besser –gesegelt … Er hat bei jeder Regatta angeheuert und ist sonst schon mal auf „big fish“ gegangen. Zwischenzeitlich hat er noch Anfang März seinen TOEFL (Englischprüfung für die Uni) gemacht. Die ganze Familie drückt seitdem die Daumen, dass das mit dem Masterplatz in Stockholm auch klappt.

Rina ist, aber das kennen unsere Freunde ja schon, direkt voller Elan in ihre Arbeit gesprungen und hing dann bis nachts im Internet. Weil sie will ja gerne einen Plan haben: wo kann man so rumfahren, wandern, übernachten, essen und überhaupt wie das alles so funktioniert mit dem kubanischen Leben …

Es gingen Nachrichten übers WWW und über Funk kreuz und quer über den Atlantik: Sollen wir uns ein Auto mieten? Was wollen wir überhaupt machen (Kultur?Landschaft?Geschichte?Tauchen?) etc. Naja wenn die Mama mit dem Sohn eine Reise plant kann das ja heiter werden. Unser Mann in Havanna  (Fernando) hat dann auch noch seine Tipps beigesteuert.

 

2.       Kapitel:                                KUBA das Ziel: Joe und Rina auf Landurlaub (14.03.-04.04.14)

 

Am Ende hat alles super geklappt, wir hatten 3 Wochen sehr relaxten Urlaub. Kuba hat uns total begeistert:

Die Leute sind meistens offen und freundlich, sie reden gerne ein paar Takte drängen sich aber nicht blöd auf. Die Landschaften und Städte sind wirklich sehenswert, es gibt jede Menge Salsa, Son und Reggaeton …

Airport HolguinDer zentrale Platz in Santiago  gegrillte Scampis am Strand Bananen fritiert und gefüllt Blick über Santiago Supermarkt

Im Vergleich zu den anderen Inseln gibt es nicht einige super Reiche und sehr viele ganz Arme, alle haben wenig. Wer die DDR noch kennengelernt hat dem drängen sich ein paar wesentliche Unterschiede auf:

Die Leute sind viel besser gelaunt, auch die vielen „uniformierten“ Leute behandelten uns wie veritable Menschen und nicht wie „Klassenfeinde“. Klar Zoll- oder Strassenkontrollen können lange dauern, es ist jedoch viel besser auszuhalten wenn man nicht dabei noch ständig angeschnauzt wird. Die Häuser sind, wo es Farbe gab bunt angestrichen und die Musik ist ein bisschen überall … und klar hier scheint die Sonne.

Wir haben uns in Santiago de Kuba getroffen. Joe war schon 2 Tage auf Partie unterwegs: In der staatlichen Disco kauft man eine Pulle Rum + Tucola (die Kubanische Cola) + Eis + Gläser für einen Tische für 5-6CUC (1CUC =1US Dollar) da konnte er mal locker eine Runde ausgeben. Für die Kubaner ist das allerdings richtig viel Geld.

Rina hatte nach der Lektüre der einschlägigen Internetbeiträge ein bisschen Bammel mit einem Mietwagen (Automatik L) im Dunkeln, ohne Navi und sonstiger elektronischer Kommunikation und „mit-ohne“ Strassenschildern auf den „superschlechten“ kubanischen Straßen klar zu kommen …

Ok es gibt auch auf der Autobahn Schlaglöcher, Ochsen- und Pferdefuhrwerke, langsame Autos ohne Beleuchtung, Fahrräder, frei laufende Tiere … aber alles halb so wild hier fahren wenig Autos, die Leute sind entspannt . Schneller als 80km/h geht im Dunkeln auf der Autobahn halt nicht, weil der Kubaner ist ja schlau und fährt auf der Spur mit den wenigsten Schlaglöchern, außerdem kann man von jedem Feldweg auffahren und  über den Mittelstreifen fast überall einen einfachen U-Törn machen. Wer mitteleuropäische Verhältnisse erwartet mag ja Schwierigkeiten haben und in der Regenzeit sind die steileren ungeteerten Wege bestimmt nicht immer gut befahrbar aber im Wesentlichen kommt man mit einem normalen Auto durch.

DER OSTEN

Die ambitionierten Pläne so ungefähr alle „Hotspots“ der Insel in 3 Wochen zu sehen haben wir ganz schnell aufgegeben. So sind wir erstmal 2 Tage in Santiago geblieben, waren am Strandbad westlich der Stadt mit den netten Leuten von unserer Privatpension (casa particular). Rina hat sich gleich mal einen Seeigel in die Hand gezogen, war aber nicht so schlimm. Die Stadt haben wir per Pedes erobert und erstmal geguckt wie das hier so funktioniert mit dem Leben. Dann ging es auf nach Baracoa über Guantanamo. Wir dachten fahren wir mal an der Küste entlang, da war ja eine Strasse auf meiner Karte … naja am ersten Checkpoint haben sie uns noch durchgelassen aber so 20 km vor Guantanamo bay kam dann die ernsthafte Strassensperre. Also rund 70km über den am Ende doch etwas schlechten Feldweg zurück. Über die Autobahn ging es dann recht schnell. Kurz vor der berühmt – berüchtigten Bergstrasse La Farola mit über 300 Kurven, einer Betonstrasse aus den 60ern wurde unser Sprit doch etwas knapp. Aber Tanken ist nicht so einfach. An der ersten Tanke gab es gar nix mehr an der zweiten erklärte uns der Tankwart, dass er uns nur „especiale“ geben darf (94 Octan). Was tun? 80km nach Guantanamo zurück? Riskieren in den Bergen stehen zu bleiben? Nö erstmal abwarten! Die Lösung kam bald mit dem nächsten Touristenauto … der Fahrer stammte von Teneriffa und organisierte im Handumdrehen einen großen Kanister von der LKW Werkstatt im Dorf. Wir bastelten derweil einen Trichter aus einer Wasserflasche … weil: in den Kanister darf man uns den billigeren Sprit (90 Octan) verkaufen! So haben wir gelernt zu tanken sobald es Sprit gibt auch wenn der Tank noch halb voll ist.

Trinkwasserversorgung Touristenversorgung

Die Fahrt durch die Berge war dann sehr schön, wir haben die Kurven nicht gezählt! Es kam uns aber nicht so schrecklich vor. Baracoa ist ein recht kleiner Ort und hier haben wir die meisten Touristen im Osten getroffen. Die Natur rundum ist auch wirklich eine Reise wert. Es gibt Canyons, üppigste Vegetation, den berühmten Humbolt Nationalpark, schöne Berge. Hatten wir in Santiago noch die Unterkunft vorher gebucht , sind wir ab nun spontan zu einem der Häuser mit dem einheitlichen Zeichen und haben da gefragt. Das hat immer super geklappt.

Fluss_Yumuri   Kohlibrinest Joe im FelsenRiesentausendfüssler

Nach einer Bootsfahrt auf dem Yumuri mit kleiner Wanderung und einem erfrischenden Bad ging es weiter über eine Schotterpiste nach Moa wo es riesige Tagebauten zum Abbau von Nickel gibt. Hier die zweite Lektion in kubanischem Leben: Wenn Du was zu essen kriegst kauf auch was! Für die Ortschaften auf unserer Landkarte gab es  meist 3 Möglichkeiten: Ein Ortsschild aber keine sichtbaren Häuser, ein paar Häuser aber kein Schild, weder Häuser noch Schild. Essen gab es wenn dann in kleinen Buden, die zunächst als „Imbiss“  nicht zu erkendnen waren. Also haben wir nach Leuten Ausschau gehalten, die irgendwo an einer Bude rumstehen oder uns durchgefragt. Fährt man an einer Bude vorbei und hat Hunger kommt bestimmt in der nächsten Stunde keine mehr …  hinter Mayari ging es in die Berge, die unbefestigte Strasse besteht aus rotem Lehmstaub, ist ausgewaschen und ziemlich steil. Wenn’s regnet ist es da bestimmt ganz schöne schmierig. So war es halt nur staubig.

Bergstrasse_1Bergstrasse_2Auto am Tag 5

Das Resort „Vila Pinares de Mayari“ verströmte einen Hauch von verfallenem Luxus im Safaristil und von kommunistischem Urlaubsparadies für die besseren der Gleichen. Die Lage ist unvergleichlich! Wir kamen mit der Dunkelheit an und waren froh, dass es noch freie Zimmer gab, denn es gibt weit und breit gar nix. Dritte kubanische Lektion: Die meisten Tramper kannst Du gut mitnehmen. Auf den einsamen Strassen kommt das nächste Auto vlt. in 1-2 Stunden vorbei. Wir haben auf der Strecke ein paar jugendliche Schüler mitgenommen: Nur ein kleines Stückchen, das waren dann 12 km! Die Leute sind hier echt darauf angewiesen, dass sie einen Lift bekommen oder sie müssen ewig weit laufen. Die Gefahr, dass man beklaut wird ist natürlich da. Aber man muss ja auch nix auf dem Rücksitz liegen lassen.

Berghotel_1 Berghotel_2 Berghotel_3

Am nächsten Tag: Wanderung zum Fuße der „Saltos Guayabo“ mit 127m der höchste Wasserfall des Landes. Nach einem anstrengenden Abstieg (ca. 250m), gibt es ein kühles Bad unterm Wasserfall. Wieder oben erwartet uns ein in den Bach integrierter Swimmingpool mit Blick bis zum Meer in der Ferne.

Wasserfall_1 Wasserfall_2 Wasserfall_3

Die berühmte Finca las Manacas (Elternhaus von Fidel) sehen wir uns auf dem Weg zurück nach Santiago nur von außen an, das ganze erscheint uns nicht so interessant, dass wir uns da mit 2 Bussen voll Touristen durchquetschen müssen. Abends in Santiago sind wir auf dem ersten Openair Konzert (Reagaton) das auch von einer Ziege besucht wird (ok am anderen Ende des Stricks hat sie auch noch eine Frau mitgebracht). Die Nacht ist feucht und kurz mit unseren Bekannten von der Casa. In der Frühe machen wir uns auf die laut Führern „stellenweise unpassierbare“ Küstenstrasse Richtung Osten zu erobern. Die Kubaner, die wir mitnehmen geben uns wild gestikulierend zu verstehen, dass die gesperrte Brücke „no problema“ ist und tatsächlich hängt  zwar das ganze Ding schief und schräg aber doch noch soweit zusammen, dass wir mit dem Auto drüber kommen. Andere Brücken umfahren wir  dann doch lieber auf der aufgeschütteten Schotterpiste. Bis auf eine Stelle an der wir einen eingestürzten Tunnel direkt am Meer umfahren müssen und heftig aufsetzen geht alles hervorragend. Uns begegnen auf den ca. 200km 4-5 Autos.

Küstenstrasse Brückenschaden

Am Nachmittag besichtigen wir die Landungsstelle der „Granma“ mit der Fidel und seine Genossen 1956 in der Nähe von Niquero an Land gingen. Das Museum ist leider sehr spärlich mit ein paar Funden bestückt. Der betonierte 2km lange Pier durch die Mangroven gibt auch nicht so viel her. Interessant ist der Nachbau der Jacht und vor allem der Bauernhütte in der die Rebellen eine erste Zuflucht fanden. Am südlichsten Punkt Kubas „Cabo Cruz“ verzehren wir im Peso Restaurant die lokale Spezialität, so eine Art Fisch cordon bleu. Dies ist das Restaurant am Ende des Universums: Die freundliche Bedienung sagt uns bei jedem Getränkewunsch 1. Cerveca 2. Refresco 3. Aqua leider habe man das nicht und das Leitungswasser ist für Touristen ungenießbar. Sie war sichtlich erleichtert, als wir anboten unser Wasser aus dem Auto zu holen. Abends in Manzanillo sind wir so müde, dass wir beschließen die Stadt am nächsten Morgen per „amerikanischem Spaziergang“ (im Auto)  kurz zu erkunden und uns dann auf den Weg zurück in die Berge zu machen.

Die nächsten beiden Tage verbringen wir in Santo Domingo einem kleinen Sackgassendorf. Die Lehrerin der Dorfschule kann ein bisschen Englisch: „Ja, Ja die Casa ist da drüben ihr müsst nur über die Steine im Fluss balancieren den Pfad hoch und dann seid ihr schon dort.“  Wir gucken den Kindern zu, wie sie mit Macheten Grünzeug am Straßenrand abschneiden, unser Auto bestaunen und, nach dem Sicherungsblick rechts und links vorsichtig anfassen. Sie kommen in ihren rot-weißen Schuluniformen zu Fuß oder auf dem Pferd aus den Bergen zur Schule. Alle spielen, balgen, lachen miteinander, hüpfen über die Steine. Sie begegnen uns offen und respektvoll. Irgendwie könnte man neidisch werden und Rina wäre hier arbeitslos.

Doctors office Santo Domingo Doctor Santo Domingo Schulkinder mit Macheten

Im Dorf treffen wir den Arzt, dem wir unsere Medikamente überlassen (Danke an die Spender!). Er zeigt uns seine Praxis; alles alt aber funktionstüchtig. 2 Tage die Woche ist er in der Praxis 3 Tage per Pedes und Pferd unterwegs zu Hausbesuchen. Die Gemeinde zählt ca. 660 Personen, die Statistik wie viele davon geistig krank, Diabetiker, dement, Alkoholiker etc. sind hängt im Büro an der Wand.

Es gibt geführte Touren zur „Commandancia de la Plata“ dem Hauptquartier der Guerilleros welches nur ein Teil der 82 Gefolgsleute erreichte. Morgens um 0700 geht es los, im 4×4 Kleinbus mit 3 weiteren Frühaufstehern werden wir über extrem steile Betonpisten auf den Berg gebracht. Die Wanderung ist schon von der Natur her sehr schön und unser Führer erklärt uns alle möglichen Pflanzen und Tiere. In den verstreuten Hütten befinden sich Krankenstation, das Rebellenradio, die Kommandozentrale und Fidels Haus mit Fluchtluke. Die Batistas haben damals mehrere Bäche im Umkreis und damit die daran angesiedelte Bevölkerung über das Trinkwasser vergiftet um die Rebellen zu bekämpfen. Das kleine „Rinnsal“ an dem Fidels Truppe ihr Wasser schöpfte war nicht dabei. Nachmittags gibt’s wieder ein erfrischendes Bad im Bach – aua was war das – kleine Fische knabbern an uns rum! Nur fotografieren lassen wollen sie sich nicht!

Beissfische

Jetzt steht erstmal Strecke machen an. Über Bayamo geht es dem carretera central folgend bis Santa Clara. Dort übernachten wir in einem altehrwürdigen Haus: Deckenhöhe ca. 6m, Fenster aus handmade Murano Glas, Badezimmereinrichtung von ca. 1930 ist noch voll funktionstüchtig. Die heutigen Besitzer versuchen die Dinge irgendwie zu erhalten, was echt schwierig ist  das Material ist nicht zu bekommen und jeder Hurricane kann die alten Fenster zerstören. Die Stadt hat echt viel Leben und wir genießen unseren Absacker in der Fußgängerzone.

Am nächsten Morgen geht es nach einem Stadtspaziergang gleich weiter gen Westen bis zum Cayo de Leviso einer vorgelagerten Insel. Wir übernachten für ein paar Tage in der Finca nahe dem Fähranleger. Von dort machen wir Tagesausflüge auf die Insel (schnorcheln, Kayak fahren, Sonnen, Cocktails) und in den touristischen Westen. Das Vale de Viniales ist ein muss die Felsformationen wirklich einmalig. Die in allen Führern gepriesene Tropfsteinhöhle allerdings eine echte Enttäuschung, hier um die Ecke in den Ardennen können wir tolleres sehen. Die Höhle in der Che Guevara das Hauptquartier West kommandierte war dann recht interessant. Der Führer hat uns viel zur Geschichte erzählt.

Cayo_Levisa_1 Cayo_Levisa_3 Cayo_Levisa_2 Vale Vinales Kubanischer_Autoscooter

Am 31.03 treffen wir uns mit Fernando in Havanna. Zunächst machen wir eine Rundfahrt mit dem Auto und er zeigt uns das Botschaftsviertel, den Revolutionsplatz  die großen Hotels am Meer aus den 50er Jahren, den Hafen …Im Zentrum schließlich schafft er es auch nach einigem Nachfragen, die richtige Stelle zu finden wo wir das Auto zurückgeben müssen. Die Kontrolle ist simpel: Motor läuft, Räder, Spiegel, Radio ist noch da alles klar! Havanna ist voller alter Gassen, neben (Weltkulturerbe!) super restaurierten Plätzen, Clubs, Bars, Restaurants etc. Vom Dach eines Hotels haben wir einen super Ausblick auf die Altstadt. Als wir am nächsten Tag alleine unterwegs sind laufen wir uns fast die Füsse platt … ok ein Museumsbesuch muss: es wird das Museum der kubanischen Kunst welches uns beide begeistert hat. Wieder mit Fernando besichtigen wir die Festungsanlagen gegenüber der Altstadt und besuchen ihn dann in seinem Haus am Stadtrand. Seine Schwester tischt uns ein Festmahl auf und nachdem wir lange erzählt haben müssen wir erstmal 2km zum nächsten Taxistopp. Die Leute machen seltsame Zeichen, die wir nicht verstehen. Man zeigt damit wohl an in welches Stadtviertel man möchte. Die halbillegale Taxifahrt kostet dann auch wieder nur ein paar Pesos … viel zu schnell ist unser letzter Tag angebrochen und wir machen uns zusammen auf zum Flugplatz.

Platz in Habanna Frisör in Havanna

 

3.       Kapitel:                                Puerto Rico bis Bermuda (14.04.-22.04.2014)

Skipper : Joe        Crew: Achim und Renate                 Wetterdaten: Schorsch

Viel wissen wir Landeier nicht: die Crew ist müde und vollzählig zu Rinas Geburtstag wieder in Europa und zum Grillen eingetroffen. Man munkelte die Mannschaft habe unterwegs viel Spaß gehabt. Dazu noch guten Wind, ein paar kleine technische Ausfälle (klar der Autopilot, wer denn sonst!) und der Skipper habe ihnen sogar von seiner Schokolade mit original Bilgengeschmack  was abgegeben (aber erst nachdem er eine Tüte der mitgebrachten Haribos verschlungen hatte). Babella war so schnell, dass sie statt der befürchteten 10-11 Tage nur 7½  gebraucht  haben. Anders als in den „einschlägigen Führern“ beschrieben ist die Einfahrt nach Georgtown (von Süden kommend) für – an europäische Fahrwasser gewöhnte – Segler wohl leicht anzusteuern. Die Bermudas wurden mit Rollern erkundet und Joe habe sofort für die nächste Regatta angeheuert. Joe hat sich in den verbleibenden Tagen als Vordecksmann bewährt, nur einmal den Kampf mit dem Spibaum fast verloren aber mit den paar Schrammen dann doch gewonnen.

 

4.       Kapitel:                                               Bermuda-Azoren (14.05.-Anfang Juni)

Skipper : Joe        Crew: Birger und Robin                    Wetterdaten: Schorsch + Rina

Robin und Birger sind an Bord gegangen und am 14.05. hat Babella abgelegt. Anfangs musste sie nach Süden einem Tief ausweichen und hat sich dann bei ordentlich Wind und Welle ihren Weg nach Norden gesucht. Leider ist mal wieder Diesel ausgelaufen und Robin war recht lange seekrank. Nachdem er die halbe Bordapotheke geleert hatte ging es aber wieder. Die Jungs segeln bei raumem Wind traumhafte Etmale: Rekord sind 151sm!

Inzwischen trennen sie nur noch etwas über 500sm von Sao Miguel und hier türmen sich die überlebensnotwendigen Dinge (Kiloweise Produkte der Firma Haribo und Katjes, Erdnüsse,  Snickers, Müsli …) die 20kg Gepäck pro Person müssen ja voll werden. Die Spannung steigt und am Freitag geht’s in Amsterdam in den Flieger. Judith kommt am Montag Abend. Dienstag Abend oder Mittwoch morgen soll es schon weitergehen …

 

5.       Kapitel:                                               Azoren – Lemmer(Juni 2014)

Skipper : Joe        Crew: Schorsch, Rina, Judith

Ablegen Sao Miguel am 03.06. oder 04.06. 14

Familientörn bis zum 21.06. 2014 dann geht Rina von Bord in Cherbourg?, Boulogne?, Scheveningen? Oder gar Lemmer?  Sollten wir entscheiden einen „Homerun“ zu machen könnten wir es schaffen zum 21.06. in Lemmer anzulegen. Wären da nicht die verlockende warme Dusche in einem der kuscheligen französischen Häfen und die leckeren „moules frittes“.

 

 

Am 18.12.13 starten Judith und Rina ihre Reise.

Letzte Vorbereitungen: Haus aufräumen, alle wichtigen Dinge einpacken: Ersatzteile, Kinderklamotten, Schmerzmittel, Karten von Kuba, den Bahamas, Bermuda, Azoren, Stollen, Sachertorte, Miniaturweihnachtsbaum, und … und … Judith hängt am Laptop und schreibt die letzten Essays fertig am 20. ist Abgabetermin!

Deutschland in 1h45min von Aachen nach Frankfurt Flughafen mit dem ICE, Hotel schlafen (Judith hängt am …). Entspannt am nächsten Vormittag in den Flieger direkt nach St. Lucia (Judith hängt am …).  Zoll: 1. Beamter – kreuzen sie bei zu verzollenden Gütern überall nein an und unterschreiben sie. 2. Beamter: Haben sie Geschenke, Essen, Zigaretten, Alkohol … wir gucken unschuldig und werden nicht kontrolliert. Alles recht lässig und nett. Joe holt uns vom Flugplatz ab, der Ort Vieux Fort erinnert an die alten Dörfer auf den Kanaren vor 25 Jahren. Unverputzte Häuser offene Kanäle an der Strasse, verbeulte Autos, jeder  kennt jeden. Nur die Leute sind alle dunkelhäutig.

Kurzer Stopp am Supermarkt. Schorsch wartet mit dem Dinghi im Fischerhafen. Wir müssen 2x fahren, weil wir zu viert mit den riesigen Taschen keinen Platz haben.

Der Ankerplatz ist rollig und böig, wir brauchen am nächsten Tag (Judith hängt am …) unbedingt Internet. Also nachts um 4 Uhr Anker auf, hey Anker auf! Das Ding hat sich in den letzten 3 Tagen so fest eingebuddelt, dass wir in den Regenschauern und bei böigem Wind gut eine halbe Stunde brauchen um ihn frei zu kriegen. Auf zur Rodney Bay, da liegt die ARC Flotte und es gibt eine gute Versorgung. Mittags legen wir in der Marina an.

Alles tipp topp, nette Kneipe und überall: Hey my friend … ich wasch Dir Dein Boot, brauchst Du ein Taxi, etc. leider sind die Angebote oft jenseits von Gut und Böse und die Damen die den Herren bis aufs Klo auflauern sind auch ständig präsent. Die Kehrseite des Tourismus ist hier oft anzutreffen.

Wir lassen uns nicht abschrecken, gehen auf das Fischerfest im Nachbarort. Die Leute sind offen und nett, es regnet so jede Stunde wie aus der Dusche für 10 Minuten, dann ist es wieder warm. Vor den Häusern stehen Grills, es gibt Getränke aus großen eisgefüllten Boxen, in riesigen Flaschen gibt es aufgesetzten Rum. Wir probieren Nierchen am Spieß und gegrillte Conch (Riesenmuscheln) mjammjamm, natürlich auch den Rum (good for you man haha).

Die Busse (Mitsubishi und Nissan Minnivans) mit 16 Sitzen halten an den Haltestellen und oft auf Winken. Sie fahren ziemlich überall und auf den Hauptstrecken auch sehr häufig außerdem sind sie billig. Ein Auto haben wir nicht ergattern können, haben uns aber für einen Tag ein Taxi geleistet. Die Straßen sind oft extrem steil, rechts und links sind offene Kanäle, meistens aber recht gut in Schuss. Der Fahrer hat uns zu allen Highlights der Insel gebracht: Vulkankrater mit heißen Schwefelquellen und Ablagerungen, botanischer Garten, Wasserfall etc. außerdem hat er an einer völlig unscheinbaren Hütte super Brötchen für uns besorgt. Überall wurden an den Straßen Kühe geschlachtet und in Bretterbuden halbe Schweine verkauft … oh ja morgen ist Weihnachten und auf St. Lucia isst man das Fleisch frisch! Am liebsten gegrillt. An der Landstraße gibt es oft Stände mit lokalem Obst und Gemüse. Die Auswahl im Supermarkt ist eher mager.

Wir waren auch mit dem Bus unterwegs und sind einfach mal rumgelaufen. Da gibt es einen riesigen Unterschied zwischen sehr reichen und bitterarmen Leuten. Vor allem in den traditionellen Fischerdörfern, die immer wieder mit Erdrutschen und Überschwemmungen zu kämpfen haben ist die Infrastruktur schlecht und kaum sind die Häuser und Hütten aufgebaut kommt die nächste Katastrophe.

So leider auch an Weihnachten: es fing mittags an in Strömen zu gießen und hörte bis zum nächsten morgen nicht wieder auf. Joe und Rina sind tapfer mit dem Bus zum nächsten Supermarkt gefahren und haben für das Weihnachtsessen eingekauft. Wie gut, dass wir wasserdichte Rucksäcke haben. Abends saßen wir im Boot bei 28°C alle Schotten dicht und dann noch kochen … unser erstes Weihnachtsessen in Unterwäsche! So kommt man auch hier zur Dampfsauna. Morgens stand sogar im Hafen das Wasser höher es waren jede Menge Bananenblätter, Kokosnüsse, Äste, Stämme angeschwemmt worden. Zwei Brücken Richtung Süden der Insel waren weggeschwemmt worden, es gab große Erdrutsche mehrere Leute sind gestorben und zwei Fischerdörfer waren von Land nicht mehr zu erreichen. Eine englische Dame, die schon seit über 20 Jahren immer wieder zur Insel kommt und sich für die Kindergesundheit dort engagiert hat bei allen Booten (Klamotten, Essen, Medikamente etc.) gesammelt und das Zollboot hat alles dorthin gefahren. So sind unsere Sachen schneller als gedacht direkt angekommen.

Auf der ganzen Insel ist zwei Tage später die Wasserversorgung zusammengebrochen. Soweit ich gehört habe ist sie auch bis heute noch sehr kritisch.

Am 25. haben wir bei Rob und Kathie auf ihrem Katamaran amerikanisch gefeiert: Viel essen, viel trinken, viel erzählen. Es war ein sehr netter Abend!

Unseren Plan am 26. loszufahren haben wir dann nicht geschafft. Seit dem 27. sind wir jetzt im cul de sac Marin in Martinique. Unser Parasailor ist beim Segelmacher. Uns wurde erzählt, das Angebot an Nahrungsmitteln wäre hier besser und billiger. Groß war der Schreck als wir im nächsten Laden vor fast leeren Regalen mit recht hohen Preisen standen. Das nächste Fragezeichen kam als uns der Busfahrer sagte er fahre zwar jetzt noch zum Strand (ca.11km) aber es gebe keinen Bus mehr zurück, weil es kein Benzin gäbe und die Busse nur noch sehr eingeschränkt fahren könnten. Hallo wir sind hier in Frankreich??  Ok mieten wir halt ein Auto! Dort erklärte uns die freundliche Dame, dass die LKW Fahrer streiken. Deswegen habe sie zwar ein Auto aber der Tank sei nur halb voll und keiner wisse wann es wieder Sprit gibt. Am Ende hat sie noch ein Dieselauto gehabt. Welch ein Glück, davon haben wir ja genug an Bord! Damit erklärten sich auch die vielen Leute an der Bootstankstelle, die mit 5l Wasserflaschen dort Sprit kauften. Am Nachmittag war auch diese letzte Quelle versiegt.

Die Insel ist von vielen kleinen Sträßchen durchzogen. Auch hier steile Berge vulkanischen Ursprungs, Regenwald, Wasserfällen. Öfter geht ein Bach über die Strasse und da ist es schön wenn ein anderes Auto vor einem durchfährt. So ein Kleinwagen liegt mit 4 Leuten doch recht tief. Jedes Schlagloch und jeder Bump will im Schritttempo überfahren werden. Wir haben unsere Inselrundfahrten auch fast ohne „Aufsetzer“ überstanden. Martinique ist sicher eine Reise wert: wunderbare Wanderwege, an der Westküste tolle Möglichkeiten für Kitesurfer und wilde Atlantikwellen. Aber auch schöne Sandstrände.  Auf jeden Fall braucht man Zeit und ein Auto sonst verpasst man sicher eine Menge.

Wir sind an einem alten Bewässerungskanal von 1760 der sauberes Wasser aus den Bergen zur örtlichen Rumdestillerie brachte entlanggewandert. Nichts für Leute mit Höhenangst! Da geht man über eine Mauer und neben einem geht es bis zu 100m extrem steil bergab. Die Aussicht ist grandios, es gibt sehr viele verschiedene Pflanzen und komische kleine Waldkrabben die seitwärts laufen.  

Sylvester war in dem kleinen Ort hier sehr ruhig, es gab kein privates Feuerwerk, auf den Booten war kein Mensch und einzig der Club Med eine Landzunge weiter hat ein bisschen den Himmel beleuchtet. Die obligatorischen Seenotsignale die mal wieder einer abschießen musste haben ein Dach und einen Mast getroffen, aber wohl keinen großen Schaden angerichtet.

Das Wetter wird allmählich besser, es regnet meist nur noch ein paar Minuten und dann auch nicht mehr so heftig. Wie immer im Urlaub erzählen uns alle Leute von hier, dass es normalerweise um diese Jahreszeit viel besseres Wetter hat … Naja heute Nacht musste Schorsch zum ersten Mal nicht aufstehen um wegen eines Sturzregens die Luken zu und danach wegen der Hitze wieder aufzumachen.

Die letzten 2 Wochen unseres Urlaubes werden wir uns in Dominica und Guadeloupe rumtreiben. Bin gespannt was uns da erwartet!

Rina

 

Haben gestern Gaston 3 Mal operiert. Kondensator C14, C15 und C16 entfernt. Kontakte abgeschliffen und neu gepresst. Hat nicht geholfen. Erst die Reinigung von Kollektor und den Kohlen an Motor hat den Erfolg gebracht. Dabei auch gleich noch das Rollenlager gereinigt und gefettet. Also koennen wir wieder Parasailer fahren. Für die Windpilot und den Pinnenpilot mit Windfahne ist der Para nicht stabil genug, in den Boeen luvt er stark an und dann ist der scheinbare Wind zu stark um (schnell) zurueckzusteuern

 

Haben gestern Gaston 3 Mal operiert. Kondensator C14, C15 und C16 entfernt. Kontakte abgeschliffen und neu gepresst. Hat nicht geholfen. Erst die Reinigung von Kollektor und den Kohlen an Motor hat den Erfolg gebracht. Dabei auch gleich noch das Rollenlager gereinigt und gefettet. Also koennen wir wieder Parasailer fahren. Für die Windpilot und den Pinnenpilot mit Windfahne ist der Para nicht stabil genug, in den Boeen luvt er stark an und dann ist der scheinbare Wind zu stark um (schnell) zurueckzusteuern

 

Haben gestern Gaston 3 Mal operiert. Kondensator C14, C15 und C16 entfernt. Kontakte abgeschliffen und neu gepresst. Hat nicht geholfen. Erst die Reinigung von Kollektor und den Kohlen an Motor hat den Erfolg gebracht. Dabei auch gleich noch das Rollenlager gereinigt und gefettet. Also koennen wir wieder Parasailer fahren. Für die Windpilot und den Pinnenpilot mit Windfahne ist der Para nicht stabil genug, in den Boeen luvt er stark an und dann ist der scheinbare Wind zu stark um (schnell) zurueckzusteuern

 

Haben gestern Gaston 3 Mal operiert. Kondensator C14, C15 und C16 entfernt. Kontakte abgeschliffen und neu gepresst. Hat nicht geholfen. Erst die Reinigung von Kollektor und den Kohlen an Motor hat den Erfolg gebracht. Dabei auch gleich noch das Rollenlager gereinigt und gefettet. Also koennen wir wieder Parasailer fahren. Für die Windpilot und den Pinnenpilot mit Windfahne ist der Para nicht stabil genug, in den Boeen luvt er stark an und dann ist der scheinbare Wind zu stark um (schnell) zurueckzusteuern

 

Haben gestern Gaston 3 Mal operiert. Kondensator C14, C15 und C16 entfernt. Kontakte abgeschliffen und neu gepresst. Hat nicht geholfen. Erst die Reinigung von Kollektor und den Kohlen an Motor hat den Erfolg gebracht. Dabei auch gleich noch das Rollenlager gereinigt und gefettet. Also koennen wir wieder Parasailer fahren. Für die Windpilot und den Pinnenpilot mit Windfahne ist der Para nicht stabil genug, in den Boeen luvt er stark an und dann ist der scheinbare Wind zu stark um (schnell) zurueckzusteuern

 

Auf dem Weg nach Santa Lucia – noch 1760 Seemeilen vor uns und 400 weg von den Cap Verden. Midelo ist eine Reise wert. Hier ist der Einfluss von Afrika und Portugal zu spueren. Super Berge, auch die anderen Inseln des Archipels. Wir haben uns eingeschaukelt, die kleinen Anfluege von Seekrankheit sind vorbei und die Bordroutine hat begonnen. Bis jetzt war wenig von rumsitzen und lesen und faulenzen zu merken. Jeden Tag drei Mal Segel hoch und runter und andere hoch. Klingt einfach, heisst jedoch beim Setzen vom Parasailer zuerst die ausgebaumte Genua reinholen. Auf dem Vordeck mit der 4 Meter langen Spiere rumturnen, ohne dass die oder man selbst ins Wasser faellt. Dann den Spisack aus der Segelkammer an Deck schleppen und aufs Vordeck, dann alles Schoten kontrollieren ob die frei laufen und und und eine Stunde spaeter ist alles oben und laeuft prima, bis auf den Wind der dann wieder 18 Knoten und mehr auffrischt und dann kommt der Parasailer wieder runter und die Genua raus und der Baum dran. Kann ganz schoen nerven. Seit heute Morgen steht der Para ohne Aenderung, prima. Heute Nacht hat Gaston mal wieder schlapp gemacht. Nach einer Totaloperation auf dem Kartentisch laeuft er wieder wie neu. Die Windsteueranlage scheint soweit auch zu funktionieren, hat nur eine Schwankung von +/-20Grad im Kurs, da verlieren wir viel Strecke. Reicht zur Not aber ganz gut. Joe hat gerade Nudeln gekocht, mit irgendeiner Wurst die weg muss. Wenn das mal gut geht! Wir sind zufrieden mit uns und der Welt und koennen uns im Regattafeld von 45 Booten ganz gut halten. Wenn der Wind so bleibt, koennen wir gut aufholen. Werden trotzdem die letzten sein die in Santa Lucia ankommen.

 

wir sind unterwegs, viel Wind zwischen den INseln – accaleration zones – sind eine Stunde spaeter gestartet, war in Midelo im Hafen eine einzige Katastrophe mit Schwell. Unseren Steg hat es fast zerlegt und Babella wurde einmal die Vorleinen überfahren von einem Katamaran – mussten beide Vorleinen durchschneiden und letzte Nacht ist ein 48 Fuss Ovni neben uns losgegangen und uns in den Bug gefahren, konnten wir aber abfendern. Collin und Gill (lagen zuerst neben uns) ist in der Nacht davor die Vorleine gerissen (liegen alle röemisch-katholisch) gerissen. Joe musste ins Wasser mit einer Leine zwíschen den Zaehnen. Hat alles gut geklappt, wir haben aber keinen Schlaf bekommen. Bin froh, dass wir jetzt auf See sind, da kann ich wenigstens in Ruhe schlafen. Haben genug für 2 Jahre gebunkert und falls alles klappt und wir nicht in den Kalmen gefangen werden, sind wir in 20 Tagen in Santa Lucia in der Karibik. Die Stimmung an Bord ist gut, Joe steht am Ruder um das Englische Fruestueck bei sich zu behalten. Gerade ist eine Welle ebergekommen, muss raus die Segel reffen. Bis die Tage

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